ORBIS von Agfa HealthCare ersetzt bestehendes KIS und deckt klinikweit alle Prozesse ab

Sechs dicke Aktenordner umfasst das Vertragswerk, das den kompletten Wechsel des Krankenhaus-Informationssystems (KIS) im Klinikum Aschaffenburg-Alzenau besiegelt. „Das Herz unserer gesamten Krankenhaus- IT – ohne sie wäre die Behandlung von Patienten nicht möglich“, so Geschäftsleiterin Katrin Reiser. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

 16 Monate nach der Fusion des Klinikums Aschaffenburg mit dem ehemaligen Kreiskrankenhaus Alzenau erfolgte damit ein weiterer elementarer Schritt des Zusammenwachsens. ORBIS, das KIS des Marktführers Agfa HealthCare, deckt nahezu alle IT-Vorgänge im Klinikum ab, sowohl in Medizin und Pflege, als auch im kaufmännischen Bereich, von der Patientenaufnahme, über die Erfassung erbrachter Leistungen bis zur Abrechnung. Zusatzmodule für Kardiologie und Labor minimieren die Zahl der Schnittstellen im Gesamtsystem.

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(vlnr.: Karin Brandner, Wolfgang Platter, Michael Strüter, alle Agfa HealthCare.
Klemens Behl, Katrin Reiser, Stefan Xhonneux vom Klinikum Aschaffenburg)

Arbeitsabläufe werden insgesamt optimiert. Für Mitarbeiter sind angeordnete Behandlungen besser zu organisieren. Leichtere Terminierung vermindert Leerlauf. Verbesserte Dokumentation ermöglicht den schnellen Überblick. Davon profitieren nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Patienten.

„Wir erhalten ein modernes, in hohem Maß standardisiertes und anwenderfreundliches Informationssystem”, sagt Reiser. Vor allem aber nutzen künftig beide Klinikstandorte ein einheitliches IT-System. Zum 1. Januar 2017 soll im Standort Alzenau die Anpassung an die dort vorhandene ORBIS-Version umgesetzt sein, zum 1. Juli 2017 soll das neue System auch in Aschaffenburg laufen.

Vor dem Vertragsabschluss hatte eine interdisziplinär besetzte Projektgruppe das bestehende KIS mit ORBIS verglichen. Anwender wurden befragt, Referenzhäuser und die Agfa HealthCare Zentrale besucht, bevor Ende 2015 die Entscheidung für das System des Bonner Anbieters fiel. Der ist im deutschsprachigen Raum Marktführer bei Krankenhaus-IT-Systemen. Über 800 Häuser in Deutschland und weitere 50 in Österreich und der Schweiz arbeiten mit seiner Software.

Von Januar bis Juni 2016 wurden Vertragsdetails, der Ablauf der Umstellung und die zukünftige Wartung verhandelt. Da die IT existenziell für den Krankenhausbetrieb ist, begleitete ein externer Berater die Entscheidungsfindung professionell.

„Es ist das umfangreichste Vertragswerk, das ich je unterzeichnet habe”, fasst Geschäftsleiterin Reiser zusammen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf zwei Millionen Euro, die nur mit Träger-Zuschuss umgesetzt werden konnten.

Auch für Michael Strüter, Geschäftsführer und Vertriebsleiter DACH bei Agfa HealthCare, ist der Umfang der Lieferung durchaus etwas Besonderes: “Ich freue mich über die mit viel Engagement geplanten Vorbereitungen und möchte das Klinikum gerne als Referenzhaus für weitere Anwender gewinnen.”

Für Klemens Behl, Leiter der IT-Abteilung, und den internen Projektleiter Stefan Xhonneux ist die Arbeit längst nicht abgeschlossen: „IT-Abteilung und auch Klinikmitarbeiter sind im kommenden Jahr stark gefordert. Viele Prozesse müssen umgestellt und die Software an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.” Und schließlich müssen mehr als 1000 Anwender den Umgang mit dem neuen Krankenhaus-Informationssystem erlernen. Dennoch werden die Patienten von dem Wechsel nichts spüren – ausgenommen die Verbesserungen.